SUP Regeln 1x1
Stand Up Paddling (SUP) ist ein faszinierender Sport, der aufgrund seiner Flexibilität und schnellen Erlernbarkeit auf Schweizer Gewässern immer mehr Anhänger findet. Um die Sicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten, sind jedoch bestimmte Regeln zu beherzigen. Im Folgenden werden die wesentlichen SUP-Regeln in der Schweiz zusammengefasst und erläutert
Zusammenfassung
1. Rechtlicher Status von SUP:
- SUPs werden als Paddelboote kategorisiert, da sie mit einem Stechpaddel betrieben werden.
- Es gelten dieselben Regelungen wie für andere Ruder- und Paddelboote.
2. Zulässige Paddelgebiete:
- Stand Up Paddler dürfen überall dort unterwegs sein, wo auch Ruder- und Paddelboote erlaubt sind, dies inkludiert Seen und Flüsse.
- Befahrungsverbote, die u.a. durch gelbe Bojen oder besondere Kennzeichnungen ausgewiesen sind, müssen beachtet werden.
3. Schwimmwestenpflicht:
- Innerhalb 300 Meter Uferentfernung ist eine Schwimmweste empfohlen, jedoch nicht vorgeschrieben.
- Bei mehr als 300 Meter Abstand zum Ufer oder auf Flüssen wird das Mitführen einer Schwimmhilfe nach SN EN ISO 12402-5:2006 verlangt.
4. Kennzeichnung des SUPs:
- Ein amtliches Kennzeichen ist nicht notwendig, jedoch müssen Name und Adresse des Eigentümers gut sichtbar auf dem SUP angebracht sein.
- Bei Verlust des Boards sollte dies der Polizei gemeldet werden.
5. Vortrittsregeln:
- SUPs müssen Vorrangschiffen wie Kursschiffen, Güterschiffen, Berufsfischern und Segelschiffen ausweichen.
- Beim Zusammentreffen von SUPs mit Ruder- und Paddelbooten soll nach rechts ausgewichen werden.
- Ausreichend Distanz zu Schwimmern muss gewahrt werden.
6. Beleuchtungspflicht:
- Bei Nacht und schlechter Sicht ist das Führen eines weissen Rundumlichts an SUPs vorgeschrieben.
7. Alkoholgrenze:
- Die erlaubte Promillegrenze beim Stand Up Paddling beträgt 0,5‰, analog zu den Regeln im Strassenverkehr.
8. Umweltschutz und Naturschutzgebiete:
- SUPs dürfen sich nicht im Bereich von Naturschutzgebieten und Wasserpflanzen aufhalten, es muss ein Abstand von mindestens 25 Metern eingehalten werden.
- Das Befahren von mit gelben Bojen markierten Schutzgebieten ist untersagt.
9. Einschränkungen für Elektromotoren:
- SUPs dürfen in der Schweiz nicht mit Elektromotoren oder anderen Hilfsmotoren betrieben werden – unabhängig von deren Leistungsstärke.
Sicherheitstipps
Vor einer SUP-Tour sollte man sich über lokale Gegebenheiten und das Wetter informieren. - Kurse für Anfänger können helfen, den sicheren Umgang mit dem SUP zu erlernen. - Achte auf Schutz durch adäquate Kleidung wie Neopren- und Trockenanzüge, gerade bei geringen Wassertemperaturen. - Vermeidung von Alkoholkonsum. - Eine Leash (Sicherheitsleine) sollte verwendet und ein wasserdicht verpacktes Telefon mitgeführt werden. - Bei Starkwind oder Sturmwarnungen wird empfohlen, nah am Ufer zu bleiben oder das Wasser zu verlassen. Die genannten SUP-Regeln tragen massgeblich zu einem sicheren und genussvollen Erlebnis auf den schweizerischen Gewässern bei. Indem Paddler diese Regeln befolgen, schützen sie nicht nur sich selbst und andere Wassersportler, sondern zeigen auch Respekt gegenüber der Umwelt und der belebten Natur.